Warum ist ein Rollator- oder Rollstuhl-Training wichtig? Menschen, die aufgrund ihres Alters oder gesundheitlicher Einschränkungen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, benötigen Unterstützung in der Bewältigung ihres Alltags. Es gibt Unterstützung von Angehörigen, Begleitpersonen und/oder durch einen Pflegedienst. Aber, viele Betroffene fühlen sich auch dadurch eingeschränkt und vermissen ihr selbstständiges und selbstbestimmtes Leben.
Probleme mit der Mobilität können z.B. durch körperliche Schwächen, Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Schwindel und Gangunsicherheiten sowie schmerzbedingt durch Arthrose, Arthritis oder nach Operationen auftreten. Es gibt viele Hilfsmittel, um die Mobilisation zu erleichtern und manchmal erst zu ermöglichen. Die Entscheidung für ein bestimmtes Hilfsmittel, wird nach verschiedenen Kriterien getroffen. Das Hilfsmittel soll u.a. Sicherheit bieten, Selbstständigkeit fördern, einfach zu bedienen sein und dem Zustand des Menschen angepasst sein. Hierbei geht es um die beiden Hilfsmittel Rollator und Rollstuhl.
Der Rollator ist ein Gehwagen und setzt Kraft zum Stützen, Stehen und Gehen voraus. Die Fähigkeit, die Arme koordiniert zu bewegen sowie das Körpergleichgewicht zu halten, muss aber nicht unbedingt voll ausgeprägt sein. Der Rollator ist einfach zu schieben und ermöglicht ein großes Bewegungsspektrum. Rollatoren gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, das Grundmodell besteht aus einem Gestell mit vier Rädern und zwei Handgriffen, die mit Handbremsen ausgestattet sind.
Der Rollstuhl ist mehr als eine reine Mobilitätshilfe, denn er eröffnet dem gebehinderten Menschen ein hohes Maß an Fortbewegungsmöglichkeit und erlaubt ihm dadurch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Je nach persönlichem Bedarf, Verwendungseinsatz, Art der Körperbehinderung oder Einschränkung, Körpergewicht und Alter des Menschens stehen unterschiedliche Ausführungen zur Verfügung.
Zielgruppe
Mitarbeitende in der Altenpflege, Alltagsbegleiter (§45b) sowie Betreuungskräfte (§53c), Sozialarbeiter*innen, Personal aus ambulanten Pflegeeinrichtungen, Übungsleiter*innen aus Sportvereinen (z.B. SDÄ, ÜL-C) und weitere Interessierte.
- Theoretischer Überblick und Anwendung der Hilfsmittel Rollator und Rollstuhl
- Warum körperliches Training bei Mobilitätseinschränkungen wichtig ist
- Erhalt und Verbesserung der Mobilität, Beweglichkeit und Kraft, für eine längere selbstständige Lebensführung
- Übungen zur Umsetzung in den Alltag und für zu Hause
- Gestaltungsmöglichkeiten von Bewegungsangeboten (z.B. Rollator-Führerschein)
- Differenzierungsmöglichkeiten bei den Übungen
Die Teilnehmenden (TN) in dieser Fortbildung:
- erweitern ihr Wissen bezgl. des Einsatzes und der Handhabung der Hilfsmittel
- erfahren die Wichtigkeit von Bewegung mit dem Rollator und dem Rollstuhl
- lernen erprobte Strategien und Übungen, können Tipps und Hinweise geben zum sicheren Umgang mit dem Rollator und ´dem Rollstuhl
- lernen methodische Prinzipien zur Differenzierung von Bewegungsangeboten kennen und üben diese anzuwenden. Dadurch erweitern sie ihr Handwerkszeug für die Planung und Durchführung von Bewegungsangeboten z.B. in Einrichtungen.
- Erfassen die Bedeutung von Bewegung im Alltag mit den Hilfsmitteln
- Austausch mit anderen TN